Überprüfen Sie das Niveau Ihrer Texte. Ist ein Text A1, A2, B1 oder sogar höher? Erfüllt er die Anforderungen an Leichte oder Einfache Sprache? Der Language Level Evaluator (LLE Deutsch) analysiert das Sprachniveau eines Textes anhand von diversen messbaren Kriterien.

Sind Sie Sprachlehrerin, Autorin, Bildungsinstitut, Verlag, Expertin für barrierefreie Kommunikation oder andere Mitwirkende im Bereich DaF/DaZ und der Leichten/Einfachen Sprache? Möchten Sie mehr Objektivität in der Einschätzung bekommen, ob die Texte, die Sie nutzen, wirklich für das Sprachniveau Ihrer Lernenden geeignet sind? Oder möchten Sie sicherstellen, dass sie den Anforderungen an eine barrierefreie Kommunikation entsprechen (A1-B2 je nach Zielgruppe und Standard)?

LLE Deutsch hilft Ihnen, das richtige Niveau Ihrer Texte schnell und zuversichtlich zu ermitteln. Probieren Sie es einfach kostenlos und unverbindlich für 14 Tage aus!

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Nutzungsbedingungen

Bevor Sie LLE Deutsch nutzen können, werden Sie aufgefordert, unseren Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Ohne Ihre Zustimmung kann der Registrierungsprozess nicht abgeschlossen werden.


LLE Deutsch Features

LLE Deutsch Lite AnalysefensterBeispiel einer Textanalyse mit LLE Deutsch: Wörter werden nach Lernniveau sortiert (A1-C2). Wenn Sie auf einen farbigen Balken klicken, sehen Sie die entsprechend zugeordneten Wörter. Wenn Sie dann auf ein Wort klicken, sehen Sie die Sätze, in denen es vorkommt. Hier: „Ansatz“.

Abbildung einer Beispiel-Textklassifizierung mit LLE Deutsch

Beispiel einer Gesamtklassifizierung mit LLE Deutsch. Das GeR-Niveau (hier A2, aber fast B2) basiert auf maschinellem Lernen, das neben Lexik und Semantik eine Vielzahl weiterer Kriterien berücksichtigt.

LLE Deutsch Pro SatzlängeBeispiel einer semantischen Auswertung mit LLE Deutsch (Blindtext). Sie sehen die Anzahl der Sätze in dem Text, die Anzahl der Wörter pro Satz und die prozentuale Aufteilung aller Sätze nach ihrer Länge. Wenn Sie auf einen Balken klicken, sehen Sie die entsprechend zugeordneten Sätze. Hier ein Satz mit 10 Wörtern.

LLE Deutsch Pro Lexis ExportBeispiel für die Exportfunktion: Wählen Sie aus, welche Niveaus der Wörter für Sie relevant sind, und exportieren Sie die Liste als filterbare Excel-Datei. In diesem Beispiel werden die Niveaus B2 und aufwärts exportiert, z.B. um den Text für B1-Lernende vorzubereiten. Es geht um den historischen Text des Märchens „Rotkäppchen“ aus 1850.


Was kostet LLE Deutsch?

Die Jahreslizenz für eine Person für LLE Deutsch kostet aktuell ca. €100 (der finale Preis hängt z. B. von Ihrem Land und den zu erwartenden Überweisungsgebühren ab). Die Lizenz erneuert sich nicht automatisch, also entscheiden Sie jedes Jahr, ob Sie mit dem LLE Deutsch zufrieden sind und weiter dafür bezahlen möchten. Die Lizenzgebühr deckt einerseits die Hosting- und Wartungskosten des LLE Deutsch, hilft uns aber auch, das Tool ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern.

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Für wen haben wir den Language Level Evaluator entwickelt?

Der LLE ist in erster Linie ein Hilfswerkzeug für die Auswahl geeigneter Lehrtexte und/oder ihre Optimierung für Leichte/Einfache Sprache. Wir haben unser Tool speziell entwickelt für:

  • Verlage, die Sprachlernende als Zielgruppe haben und hierfür eine kompetente Einschätzung zum GeR-Lernniveau der Lektüren aus ihrem Programm benötigen.
  • Lehrerinnen, die Fremdsprachen unterrichten und prüfen möchten, ob ihr selbsterstelltes Textmaterial zum Sprachlevel ihrer Schüler passt oder schnell Vokabellisten ausspielen möchten.
  • Autorinnen, die ihre Texte für bestimmte Lernniveaustufen optimieren möchten und hierfür detaillierte Analyseergebnisse benötigen.
  • Testersteller, die überprüfen möchten, ob ihre Inhalte einem bestimmten GeR-Lernniveau ausreichend entsprechen.
  • Expertinnen für Leichte/Einfache Sprache & Barrierefreiheit, die behördliche oder inklusive Texte verlässlicher auf das geforderte A1/A2- bzw. B1-Niveau prüfen und optimieren möchten.

Leichte und Einfache Sprache: Barrierefreie Texte nach gesetzlichen Standards prüfen

In Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt die digitale Barrierefreiheit rasant an rechtlicher Relevanz. Ob öffentliche Behörden oder private Unternehmen im E-Commerce – gesetzliche Vorgaben verpflichten zunehmend zu inklusiven und verständlichen Inhalten. Je nach Zielgruppe und gesetzlicher Anforderung kommen zwei Standards zum Einsatz:

  • Leichte Sprache Strikt auf den GeR-Stufen A1 bis A2 gerichtet. Sie ist Pflicht für öffentliche Stellen gemäß der deutschen BITV 2.0 und dem Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) in Österreich sowie im Rahmen der Teilrevision des Schweizer Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG). Durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Deutschland und das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) in Österreich gilt diese Pflicht nun auch für viele digitale Produkte und Dienstleistungen im privaten Sektor.
  • Einfache Sprache: Flexibler an den GeR-Stufen B1 bis B2 orientiert. Sie dient der unkomplizierten, klaren Alltagskommunikation für ein breiteres Publikum (z. B. Menschen mit geringen Deutschkenntnissen).

Der Language Level Evaluator (LLE Deutsch) unterstützt Sie als verlässliche, digitale Prüfinstanz bei der Einhaltung dieser Vorgaben:

  • Satzlängen im Blick: Finden Sie zu lange Sätze sofort, um die strengen Richtlinien für Leichte Sprache einzuhalten.
  • Niveau-Filter: Erkennen Sie im Handumdrehen schwere Wörter ab Stufe B1, die für barrierefreie Texte ungeeignet sind.
  • Wortschatz anpassen: Ersetzen Sie komplexe Fachbegriffe durch einfache, verständliche Alternativen.
  • Objektiver Qualitätsnachweis: Nutzen Sie die detaillierten Analyseberichte des LLE als Beleg dafür, dass Ihre Texte die GeR-Stufen, Satzlängen und Wortschatz-Vorgaben der Barrierefreiheit messbar erfüllen.
  • Rechtssicherheit erhöhen: Bereiten Sie behördliche und geschäftliche Texte optimal vor, um teure Abmahnungen oder Nachbesserungen zu vermeiden.
  • Glossare exportieren: Generieren Sie Vokabellisten direkt per Excel-Export, um Erklärungen für schwierige Wörter beizulegen.

Bauen Sie Barrieren in Ihren digitalen Texten systematisch ab und setzen Sie die Anforderungen von BFSG, BaFG und BehiG effizient und rechtssicher um.


Danksagungen & Quellen

Der LLE wurde ermöglicht durch die Zusammenkunft verschiedener Spezialistinnen und Fachinformationen. Das Kernteam besteht aus Programmiererinnen, Sprachwissenschaftlerinnen und Didaktikerinnen der Firmen L-Pub und Ernst Klett Sprachen sowie der Technischen Universität Darmstadt.

An dieser Stelle möchten wir die Personen und die benutzten Quellen vorstellen.

LLE Kernteam
Das Kernteam bei L-Pub, das sich mit der Entwicklung des LLE beschäftigt hat. Foto: ©Jan Michael Hosan

Das Team bei L-Pub

  • David P. Steel (Konzept, Produktion, Vertrieb)
  • Franck Valentin (Architektur, Programmierung)
  • Battista Vailati (Programmierung)
  • Leonore Kleinkauf (Projektmanagement)
  • Vanessa Appoh (Sprachtechnologie, Didaktik, Einstufung nicht klassifizierter Vokabeln, Erstellung einer Übersicht zu Syntax und Morphologiebildung im Deutschen, Erstellung eines Korpus mit dazugehörigen Subkorpora, Erstellung von GeR-Vokabellisten aus verschiedenen Ressourcen)
  • Miriam Hunter-Weinand (Korpusaufbereitung)
  • Anette John (PR, Marketing)

Externe Beraterinnen

  • Margret Rodi (Einstufung nicht klassifizierter Vokabeln, Erstellung von Kriterien für die Einstufung von Texten nach GeR, Ausbau/Anpassung der Vokabellisten nach A1-A2, Auswahl und Prüfung der Quellen, Gewichtung: Vokabel, Satzbau, Morphologie für die Sprachvermittlung)
  • Kathrin Hein (sprachwissenschaftliche Beratung, Grammatikklassifikation, Systematisierung der Mehrwortlexeme)

Das Team bei Ernst Klett Sprachen

Folgende Mitarbeiterinnen der Ernst Klett Sprachen GmbH waren an der Entwicklung des LLE Deutsch beteiligt:

  • Elizabeth Webster (Strategie, Vision)
  • Hendrik Funke (Planung, Projektleitung)
  • Sebastian Weber (Didaktische Leitung)
  • Carina Janas (Redaktion)
  • Arkadiusz Wrobel (Redaktion)

Das Team der Technischen Universität Darmstadt

Eine Zusammenarbeit mit dem Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab der TU Darmstadt wurde ermöglicht dank einer Förderung der Hessen Agentur (LOEWE 3-Programm). Folgende Personen der Universität waren in der Entwicklung des LLE involviert:

  • Dr. Iryna Gurevych (Leitung des UKP Lab)
  • Christian M. Meyer (Projektkoordination)
  • Doktorand Ji-Ung Lee (Machine Learning, Deep Learning, Programmierung)

Vokabellisten

Der lexikalischen Einstufung des LLE Deutsch liegen Wortlisten aus Profile Deutsch und den Prüfungszielen A1-B2 zugrunde. Beide Listenquellen wurden gemeinsam vom Goethe-Institut und dem Österreichischen Sprachdiplom Deutsch erarbeitet. Wenn Texte Wörter aufweisen, die nicht in den oben genannten Listen enthalten waren, brachten die Teams von Ernst Klett Sprachen und L-Pub zusätzlich ihre Expertise ein, um eine adäquate Einstufung vorzunehmen. L-Pub setzt weiterhin Algorithmen ein, die zum Beispiel anhand von Wortlängen oder Wortbildungen GeR-Empfehlungen abgeben können.

Technologische Komponente

DKPro Core (ASL/GPL) Eckart de Castilho, R. and Gurevych, I. (2014). A broad-coverage collection of portable NLP components for building shareable analysis pipelines. In Proceedings of the Workshop on Open Infrastructures and Analysis Frameworks for HLT (OIAF4HLT) at COLING 2014, p 1-11, Dublin, Ireland.

Apache uimaFIT / UIMA Ogren, Philip and Bethard, Steven, Building Test Suites for UIMA Components; Proceedings of the Workshop on Software Engineering, Testing, and Quality Assurance for Natural Language Processing (SETQA-NLP 2009), June, 2009, Boulder, Colorado, Association for Computational Linguistics, pages 1-4 http://www.aclweb.org/anthology/W09-1501  https://uima.apache.org/uimafit.html  https://uima.apache.org/index.html

Mate Tools Bernd Bohnet and Anders Björkelund; Tools for Natural Language Analysis, Generation and Machine Learning https://code.google.com/p/mate-tools/

The Stanford Parser http://nlp.stanford.edu/software/lex-parser.shtml

Staatliche Förderung

Unser großer Dank gilt an dieser Stelle der Hessen Agentur und dem LOEWE 3-Programm, die die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt in den Jahren 2017 bis 2019 ermöglicht haben.

Lesen Sie mehr über diese Förderung und das sogenannte a!-Projekt in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt und Ernst Klett Sprachen.

Lesen Sie mehr über den Stand der Entwicklung des LLE in 2018.

Die Anfänge des LLE-Projektes wurden zudem im Zeitraum 2013 bis 2015 durch eine lokale EFRE-Förderung über die Stadt Offenbach am Main unterstützt.