Überprüfen Sie das Niveau Ihrer Texte. Ist ein Text A1, A2, B1 oder sogar höher? Der Language Level Evaluator (LLE) überprüft das Sprachniveau eines Textes anhand von diversen messbaren Kriterien.

Als Sprachlehrer*in, Autor*in, Bildungsinstitut, Verlag oder andere Mitwirkende im Bereich Fremdsprachenerwerb ist es nicht immer leicht zu ermitteln, ob die Texte, die Sie nutzen, wirklich für das Sprachniveau Ihrer Lernenden geeignet sind. Der LLE hilft Ihnen, mehr Klarheit in Ihrer Arbeit mit Lesetexten zu bringen.

Beispiel einer Textanalyse mit dem LLE Deutsch: Wörter werden nach Lernniveau sortiert (A1-C2). Klicken Sie auf einen farbigen Balken, um die entsprechend zugeordneten Wörter zu sehen. Klicken Sie dann auf ein Wort, um die Sätze zu sehen, in denen das Wort vorkommt.

Der LLE analysiert Sprache auf lexikalische, semantische und grammatikalische Ebene, um Ihnen wertvolle Informationen über die Komplexität Ihrer Texte zu geben. Lernen Sie mehr über den LLE weiter unten auf dieser Seite, oder probieren Sie es einfach direkt aus!


Jetzt kostenlos die LLE Demo-Version ausprobieren

Die Demo-Version des LLE Deutsch steht Ihnen kostenlos zur Verfügung. Damit können Sie kurze Texte analysieren und sehen, welches Sprachniveau die darin enthaltenen Wörter haben. Um die Demo-Version (auch „LLE Lite“ genannt) zu nutzen, müssen Sie sich vorher anmelden und den Nutzungsbedingungen zustimmen.

Hier geht’s zur Registrierung für die Demo-Version des LLE Deutsch.


Möchten Sie lieber englisch- oder französischsprachige Texte hinsichtlich ihres Sprachniveaus prüfen lassen? Das kann der LLE auch. Schreiben Sie uns eine kurze Mail und wir richten für Sie einen kostenlosen Zugang zur jeweiligen Demo-Version ein.

Beispiel einer lexikalischen Auswertung des LLE (mit Blindtest): Sie sehen die Anzahl der Sätze in Ihrem Text, der Anzahl der Wörter pro Satz und die prozentuale Aufteilung aller Sätze nach ihrer Länge. Klicken Sie auf einen Balken, um die entsprechend zugeordneten Sätze zu sehen.

Was kann der LLE?

Den LLE Deutsch gibt es in zwei Varianten. Eine kostenlose „Lite“ Version, auch „Demo-Version“ genannt und die kostenpflichtige Vollversion. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Unterschiede:

LLE Lite: Analyse von Texten mit maximal 3.000 Zeichen.

Plus folgende lexikalische Auswertungen:

  • die Gesamtanzahl der Wörter eines Textes
  • die absolute Zahl der einzigartigen Wörter (Lemmata) eines Textes
  • das Sprachlernniveau eines jeden Wortes (passives Leseverständnis A1-C2) gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR)
  • die prozentuale Verteilung aller Vokabeln eines Textes nach Sprachlernniveau

LLE Vollversion: Analysen von Texten jeder Länge.*

Plus, zusätzlich zur Lite Version:

  • Semantik: Ermittlung der Anzahl der Sätze eines Textes, die Anzahl der Wörter pro Satz und die prozentuale Verteilung aller Sätze nach Satzlänge
  • Grammatik: Ausführliche Analyse der im Text vorkommenden Verben, z.B. ob diese trennbar/nicht trennbar sind, regelmäßig/unregelmäßig oder aktiv/passiv sind sowie in welcher Zeit sie benutzt werden
  • Die Möglichkeit, die Analyse zu exportieren, z.B. um daraus Wortschatzlisten zum Text zu erstellen

* In der LLE Vollversion kann ein Text mit maximal 2.000.000 Zeichen eingegeben werden, das entspricht einem Buch mit mehreren hundert Seiten. Je länger der Text ist, desto länger dauert die Analyse.

Eine globale Aussage zum GeR-Lernniveau eines Textes kann der LLE Deutsch noch nicht. Diese Funktion ist aber in Bearbeitung und wird in einer kommenden Version ermöglicht.


Was kostet die Vollversion?

Die Jahreslizenz für eine Person für die Vollversion des LLE Deutsch kostet aktuell €100. Es werden auch Sammellizenzen angeboten, z.B. falls ein Bildungsinstitut für mehrere Lehrkräfte Zugang erhalten möchte. Die Lizenzgebühr deckt einerseits die Hostingskosten des LLE, hilft uns aber auch, das Tool ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Möchten Sie eine Jahreslizenz erwerben? Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular, um uns eine Anfrage zu schicken.


Für wen haben wir den Language Level Evaluator entwickelt?

Der LLE ist in erster Linie ein Hilfswerkzeug für die Auswahl geeigneter Lehrtexte und/oder ihre Optimierung für den Fremdsprachenerwerb. Wir haben unser Tool entwickelt für:

  • Verlage, die Sprachlernende als Zielgruppe haben und hierfür eine kompetente Einschätzung zum GeR-Sprachniveau der Lektüren aus ihrem Programm benötigen.
  • Lehrer*innen, die Fremdsprachen unterrichten und prüfen möchten, ob ihr selbsterstelltes Textmaterial zum Sprachlevel ihrer Schüler passt.
  • Autor*innen, die ihre Texte für bestimmte Sprachniveaustufen optimieren möchten und hierfür detaillierte Analyseergebnisse benötigen.
  • Unsere Sprachlernapp StoryPlanet, in der wir je nach Sprachniveau spezifische Lesetexte und weitere Inhalte für Lernende anbieten.

Den LLE gibt es in unterschiedlicher Ausarbeitung für die folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Möchten Sie mehr über diese Versionen erfahren? Nutzen Sie bitte unser Kontaktformular, um uns eine Nachricht zu senden.


Danksagungen & Quellen

Der LLE wurde ermöglicht durch die Zusammenkunft verschiedener Spezialist*innen und Fachinformationen. Das Kernteam besteht aus Programmierer*innen, Sprachwissenschaftler*innen und Didaktiker*innen der Firmen L-Pub GmbH und Ernst Klett Sprachen sowie der Technischen Universität Darmstadt.

An dieser Stelle möchten wir die Personen und die benutzten Quellen vorstellen.

LLE Kernteam
Das Kernteam bei L-Pub, das sich mit der Entwicklung des LLE beschäftigt hat. Foto: ©Jan Michael Hosan

Das Team bei L-Pub

  • David P. Steel (Konzept, Produktion, Vertrieb)
  • Franck Valentin (Architektur, Programmierung)
  • Battista Vailati (Programmierung)
  • Leonore Kleinkauf (Projektmanagement)
  • Vanessa Appoh (Sprachtechnologie, Didaktik, Einstufung nicht klassifizierter Vokabeln, Erstellung einer Übersicht zu Syntax und Morphologiebildung im Deutschen, Erstellung eines Korpus mit dazugehörigen Subkorpora, Erstellung von GeR-Vokabellisten aus verschiedenen Ressourcen)
  • Miriam Hunter (Korpus-Assistenz)
  • Anette John (PR, Marketing)

Externe Beraterinnen

  • Margret Rodi (Einstufung nicht klassifizierter Vokabeln, Erstellung von Kriterien für die Einstufung von Texten nach GeR, Ausbau/Anpassung der Vokabellisten nach A1-A2, Auswahl und Prüfung der Quellen, Gewichtung: Vokabel, Satzbau, Morphologie für die Sprachvermittlung)
  • Kathrin Hein (sprachwissenschaftliche Beratung, Grammatikklassifikation, Systematisierung der Mehrwortlexeme)

Das Team bei Ernst Klett Sprachen

Folgende Mitarbeiter*innen der Ernst Klett Sprachen GmbH waren an der Entwicklung des LLE beteiligt: 

  • Elizabeth Webster (Strategie, Vision)
  • Hendrik Funke (Planung, Projektleitung)
  • Sebastian Weber (Didaktische Leitung)
  • Carina Janas (Redaktion)
  • Arkadiusz Wrobel (Redaktion)

Das Team der Technischen Universität Darmstadt

Eine Zusammenarbeit mit dem Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab der TU Darmstadt wurde ermöglicht dank einer Förderung der Hessen Agentur (LOEWE 3-Programm). Folgende Personen der Universität waren in der Entwicklung des LLE involviert:

  • Dr. Iryna Gurevych (Leitung des UKP Lab)
  • Christian M. Meyer (Projektkoordination)
  • Doktorand Ji-Ung Lee (Machine Learning, Deep Learning, Programmierung)

Vokabellisten

Der lexikalischen Einstufung des LLE liegen Wortlisten aus Profile Deutsch und den Prüfungszielen A1-B2 zugrunde. Beide Listenquellen wurden gemeinsam vom Goethe-Institut und dem Österreichischen Sprachdiplom Deutsch erarbeitet. Wenn Texte Wörter aufweisen, die nicht in den oben genannten Listen enthalten waren, brachten die Teams von Ernst Klett Sprachen und L-Pub zusätzlich ihre Expertise ein, um eine adäquate Einstufung vorzunehmen. L-Pub setzt weiterhin Algorithmen ein, die zum Beispiel anhand von Wortlängen oder Wortbildungen GeR-Empfehlungen abgeben können.

Technologische Komponente

DKPro Core (ASL/GPL) Eckart de Castilho, R. and Gurevych, I. (2014). A broad-coverage collection of portable NLP components for building shareable analysis pipelines. In Proceedings of the Workshop on Open Infrastructures and Analysis Frameworks for HLT (OIAF4HLT) at COLING 2014, p 1-11, Dublin, Ireland.

Apache uimaFIT / UIMA Ogren, Philip and Bethard, Steven, Building Test Suites for UIMA Components; Proceedings of the Workshop on Software Engineering, Testing, and Quality Assurance for Natural Language Processing (SETQA-NLP 2009), June, 2009, Boulder, Colorado, Association for Computational Linguistics, pages 1-4 http://www.aclweb.org/anthology/W09-1501  https://uima.apache.org/uimafit.html  https://uima.apache.org/index.html

Mate Tools Bernd Bohnet and Anders Björkelund; Tools for Natural Language Analysis, Generation and Machine Learning https://code.google.com/p/mate-tools/

The Stanford Parser http://nlp.stanford.edu/software/lex-parser.shtml

Staatliche Förderung

Unser großer Dank gilt an dieser Stelle der Hessen Agentur und dem LOEWE 3-Programm, die die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt in den Jahren 2017 bis 2019 ermöglicht haben.

Lesen Sie mehr über diese Förderung und das sogenannte a!-Projekt in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt und Ernst Klett Sprachen.

Lesen Sie mehr über den Stand der Entwicklung des LLE in 2018.

Die Anfänge des LLE-Projektes wurden zudem im Zeitraum 2013 bis 2015 durch eine lokale EFRE-Förderung über die Stadt Offenbach am Main unterstützt.